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Achalasie

Einleitung, Ursachen der Erkrankung

Achalasie ist eine seltene Störung der Beweglichkeit der Speiseröhre. Einer von zweitausend Europäern erkrankt im Verlauf seines Lebens daran. Typisch ist eine Störung des Schluckens, ein Hochwürgen von Speisen und Getränken unmittelbar nach dem Essen, meist ohne Übelkeit. Der Diagnose und Therapie dieses Leidens wird an meiner Abteilung besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
Diagnose
Eine sorgfältige Abklärung ermöglicht die Diagnose Achalasie. Eine Reihe von anderen Erkrankungen kann leicht damit verwechselt werden, sodass viele Patienten einen langen Leidensweg hinter sich haben, bis ihre Diagnose und damit auch die Therapie feststeht.
Wichtig sind neben der genauen Vorgeschichte:

  • Gastroskopie und Biopsie durch den Spezialisten

  • Manometrie (Druckmessung der Speiseröhre)

  • pH-Metrie (Säuremessung)

  • Impedanzmessung

Behandlung

Es gibt heute eine Reihe guter Behandlungsmethoden zur Erleichterung der Symptome, allerdings keine vollständige Heilung.

Botulinustoxin

Botox TM wird direkt in die Speiseröhre injiziert. Diese Behandlung muss mehrfach über ein halbes Jahr wiederholt werden, gelingt jedoch auch ohne Narkose. Leider ist die Rückfallrate hoch, sodass diese Technik sehr alten oder kranken, für eine Operation nicht tauglichen Patienten vorbehalten werden soll.

Ballondehnung

Hier gelingt durch Dehnung in Narkose oft beim ersten bis dritten Dehnungsversuch eine akzeptable Symptomlinderung. Allerdings reisst in bis zu 5 % der Dehnungsversuche die Speiseröhre auf, sodass eine Notoperation notwendig wird, bei der das Loch in der Speiseröhre wieder vernäht wird.

Chirurgie

Die chirurgische Technik besteht aus der Spaltung der Muskulatur (Myotomie nach Heller) des unteren Speiseröhrenabschnitts in Narkose. Die Operation sollte heute ausschliesslich laparoskopisch angeboten werden, da in der Technik eine grössere Übersicht und gut beleuchtete Vergrösserung möglich ist. Der Überblick und die Vergrösserung bei der Operation sind notwendig, um eine komplette Muskelspaltung durchführen zu können.

Die Ergebnisse dieser Myotomie sind exzellent. Bei manchen Patienten kann es aber zum Wiederauftreten der Achalasie nach 10- 15 Jahren kommen.

Wiederauftreten von Achalasie nach Dehnung und Myotomie (operative Muskelspaltung)

Hier sind unterschiedlichste Methoden möglich, bei extremer Speiseröhrenausweitung kann es sogar in Einzelfällen notwendig sein, die Speiseröhre operativ zu entfernen. Um den so schwer an wiederkehrender Achalasie erkrankten Patienten eine solche grosse Operation zu ersparen, wurde in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik für Chirurgie Wien (Chirurgisches Funktionslabor: Prof M Riegler) ein neues Verfahren in Oberwart erstmals angwandt, das die Engstelle zwischen Speiseröhre und Magen auch bei fortgeschrittenen Fällen schonend überbrückt (Transgastrische Stapler Esophagofundostmie, TSE).



 

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Typische "Sektglasform" des Speiseröhrenröntgenbildes.


"Die laparoskopische Myotomie ist für sonst gesunde Erwachsene heute die Methode der Wahl bei Achalasie."