Nebenschilddrüse
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OperationDer Eingriff wird immer in Vollnarkose ausgeführt und dauert meist ungefähr eine Stunde. Je nach Art der Schilddrüsenerkrankung muss nur ein Teil der Schilddrüse (Hemithyreoidektomie, Halbseitenentfernung, Abbildung 1) oder die ganze Schilddrüse entfernt werden (totale Thyreoidektomie).

Abbildung 1. Bei der Halbseitenentfernung der Schilddrüse ("Hemithyreoidektomie") wird der gesamte erkrankte Lappen der Schilddrüse entfernt und kein Geweberest auf dieser Seite belassen. Dabei muss besonders der Stimmbandnerv beachtet werden, der in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schilddrüse verläuft. Auch die Nebenschilddrüsen werden bei dieser Operationstechnik gesucht und und mit der Lupenbrille sorgfältig abpräpariert und geschont.
Eine vollständige Entfernung der Schilddrüse (Abbildung 2) nennt man (totale) Thyreoidektomie. Dies ist notwendig, wenn bei Struma nodosa die gesamte Schilddrüse vom Knoten aufgebraucht ist. Liegt eine bösartige Veränderung der Schilddrüse vor (Schilddrüsen - Krebs), muss immer die gesamte Schilddrüse entfernt werden. Bei Schilddrüsen Krebs wird aber zusätzlich das Lymphfettgewebe der Schilddrüsen - Umgebung entfernt. Manchmal sind auch Teilentfernungen der Schilddrüse ausreichend (subtotale Resektion, nahezu totale Thyreoidektomie, Abbildung 3). Zurückgelassen werden darf aber nur ein gesunder Teil des operierten Lappens der Schilddrüse. Innerhalb dieser Lappenreste muss jedoch mit einer Entwicklung von neuen Knoten gerechnet werden, vor allem, wenn keine ausreichende Therapie mit Schilddrüsenhormonen verabreicht wird. Immer muss auch bei einer Teilentfernung eines Lappens der Schilddrüse der Stimmbandnerv, der in der Nachbarschaft der Schilddrüse verläuft, schonend freigelegt werden. So soll die Komplikation der dauernden Stimmbandlähmung verhindert werden. In routinierten Händen ist damit die Gefahr, durch die Operation für immer heiser zu werden, gering.

Abbildung 3. Bei der Teilentfernung eines Lappens der Schilddrüse (subtotale Resektion) werden die knotig veränderten Teile des Lappens entfernt, gesunde Areale belassen. Diese Technik ist nur für ausgewählte Fälle vorteilhaft, wenig geeigneet ist dieses Verfahren bei Krebsverdacht, multifokaler Autonomie und Rezidivstruma.
Mögliche Komplikationen und Folgen Stimmbandlähmung: Der der Schilddrüse benachbarte Stimmbandnerv heisst in der Fachsprache Nervus laryngeus recurrens und muss bei jeder Schilddrüsen - Operation sorgfältig dargestellt und geschont werden. Dafür ist eine gewisse chirurgische Spezialisierung sowie ein hohes Mass an Sorgfalt notwendig. Trotz höchster Sorgfalt kann eine Beschädigung dieser zarten Struktur nicht ausgeschlossen werden. Das Risiko, bei einem unkomplizierten Ersteingriff eine dauerhafte Schädigung zu erleiden, beträgt in meinen Händen 1 % bei Totalentfernung der Schilddrüse. Eingriffe bei nachgewachsenem Kropf - "Rezidivstruma" genannt - haben ein höheres Risiko für eine Stimmbandnervverletzung, auch wenn mit speziellen Techniken eine Operation im nicht vernarbten Gewebe gesucht wird. Hypoparathyreoidismus: In Abhängigkeit vom Ausmass der operativen Entfernung vom Schilddrüsengewebe steigt das Risiko, dass auch Nebenschilddrüsen verletzt oder mitentfernt werden. Die Spezialisierung und Ausbildung ermöglicht es dem Spezialisten, auch bei der totalen Entfernung der Schilddrüse und auch beim Rezidiveingriff (Zweitoperation wegen neu aufgetretenen Knoten) das Risiko gering zu halten.
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Abbildung 2. Die gesamte Schilddrüse wird bei der Thyreoidektomie entfernt. Nebenschilddrüsen und der Stimmbandnerv müssen vom Chirurgen aufgesucht und geschont werden. In der Hand von Spezialisten gelingt dies mit hoher Sicherheit und einer geringen Komplikationsrate.
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